Basta 2014 29.November Drucken E-Mail

Basta

Meinerzhagen. Ups! Passt das? Brasilianische Rhythmen und Rügen-Geschichte? Gregorianik aus dem tiefsten Mittelalter und „Domino“-Spiel, bekanntlich ein Legespiel mit rechteckigen Spielsteinen? Oder einbeiniger Flamingo – stoisch, unverrückbar und nicht von der Stelle zu bewegen -  und spanisches Temperament? Basta, es passt – und wie! Mit Charme, Stimme und einer gehörigen Portion Humor brachte die A-cappella-Gruppe „basta“ am Samstagabend in der voll besetzten Stadthalle zusammen, was nicht zusammengehört - und doch passt wie die berühmte Faust auf’s Auge. Auf Einladung von KUK – Verein für Kommunikation und Kultur „rockten“ die Kölner die Halle – allein mit der Stimme. Von einer Woge der Begeisterung getragen, setzten sie zu ungeahnten Höhenflügen an und holten gleichsam die Sterne vom Himmel. Einmal in ihrem Element, gab’s kein Halten mehr - weder auf der Bühne noch im Saal. Frenetisch feierten die Meinerzhagener die Band und ihr neues Programm „Domino“, in dem „der Neue“, Arndt Schmöle, im gleichnamigen Titelsong populären Mönchs-Pop mit sonorer Bass-Stimme verschmitzt aus der Perspektive der Spielanleitung zum Gesellschaftsspiel betrachtete. Eindeutig zweideutig gelang die Wortspielerei mit dem klösterlichen „Domino“, das nicht als Name des Herrn, sondern banales Spiel gemeint war. Faustdick saß den Jungs der Schalk bei allen Geschichten und Begebenheiten, die sie erzählten, im Nacken. Egal, ob sie nun in den Körper von Reinhard Mey schlüpften und vergeblich versuchten, den Gefahren „über den Wolken“ zu entrinnen, sich in herzerweichenden Schluchzern à la Julio Iglesias verloren oder den kleinen, nervenden Gondoliere aus der Langustenstadt (!) Venedig kurzerhand samt Barke in den rauschenden Wogen ertränkten. Es machte riesig Spaß, mit den Kölnern unbekümmert über die Stränge zu schlagen, über rasante „Backfront Stage Slides“ als akrobatische Showeinlage zu lachen und sich darauf zu freuen, wen oder was die rheinischen Frohnaturen, die mit ihrer Stimme jedes x-beliebige Instrument imitieren konnten, als nächstes aufs Korn nehmen und kongenial ad absurdum führen würden. Schon der „Vorband“, mit der sich die fünf Stimmakrobaten augenzwinkernd einführten, bereiteten die Meinerzhagener einen stürmischen Empfang. Herrlich selbstironisch nahmen sich William Wahl (Tenor), der bei „basta“ die meisten Songs und Texte schreibt, Thomas Aydintan (Tenor/Bariton), René Overmann (Tenor), Werner Adelmann (Bariton) und Arndt Schmöle (Bass) dabei in eigener Sache auf die Schippe. Traumfrauen, Schlager, App-Deppen, Beatboxer und vieles mehr hatten sie im Visier. Jeder war mal Solist, mal Chorsänger, mal Moderator, mal schmunzelnder Zuhörer, unverzichtbarer Teil perfekten Satzgesang und ausgefeilter Choreographien. Vor allem Thomas Aydinton redete sich wortgewaltig und hoch amüsant ein ums andere Mal um Kopf und Kragen. Nach zwei Stunden a cappella vom Feinsten, unnachahmlich frisch, frech und lustig dargeboten, mochte das Publikum die fünf Könner – stürmisch mit Standing Ovations gefeiert - noch lange nicht ziehen lassen. Wer nach drei Zugaben noch Durchhaltevermögen besaß, erhielt während der Signierstunde im Foyer sogar noch ein Extra obendrauf, spontan und aus dem Stegreif heraus. MS

 

 
KuK- Literatur Lesung - Martin Walker Drucken E-Mail

KUK-Literatur

Lesung mit Martin Walker „Reiner Wein“

AULA DES EV.GYMNASIUMS Meinerzhagen

Montag, 20.10.2014, 20:00 Uhr

12 € AK 15 € Schüler und Studenten VVK 6 € AK 8 €

Martin Walkers Perigord - Krimis sind inzwischen bei Krimi - Freunden Kult!

Das Ferienparadies Périgord – köstliche Weine, wunderbares Essen, älteste Kulturlandschaft Europas, das ist der Ort, an dem die Kriminalromane des in Schottland geborenen Martin Walker, der neben Washington auch im Périgord zuhause ist, spielen. Dort in dem fiktiven Städtchen Saint-Denis muss Bruno, Chef de Police, sich mit einem Fall befassen, der weit in die französische Geschichte zurückführt.

Es ist Sommer in Saint-Denis. Doch Bruno, Chef de Police, muss eine Serie von Raubüberfällen aufklären. Deren Spuren führen in den Sommer 1944 zurück, als Résistance-Kämpfer einen Geldtransport überfielen und mit Milliarde alter Franc das Weite suchten. Eine Beute, die in dunklen Kanälen versicherte…

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre politischer Journalist bei der britischen Tageszeitung The Guardian. Heute ist er Vorsitzender eines Think-Tanks für Topmanager mit Sitz in Washington. Seine Bruno-Romane erscheinen in 15 Sprachen

 
Das Parfenov Duo Drucken E-Mail

 

KuK – Klassik – Kammermusik – Das Parfenov Duo

 

KuK lädt am Sonntag, den 21. September um 17 Uhr zu einem klassischen Kammermusikabend in die Stadthalle Meinerzhagen ein. Es spielt das „Parfenov Duo“ mit André Parfenov (Piano) und Juliana Münch (Violine). Kammermusik wird heute häufig mit Erklärungen präsentiert, um den Zuhörern einen Einblick in den Hintergrund der Werke und der Komponisten zu geben. Die beiden Musiker  haben sich etwas Besonderes ausgedacht. Sie stellen ihr Konzert unter das Motto:  ,,Der Komponist auf der Bühne: Wir spielen nicht nur die Werke der großen Komponisten, sondern wir laden diese zu uns aufs Podium ein.“

 

André Parfenov studierte nach drei Studienjahren am „Tschaikowsky“  Konservatorium Moskau an der Essener Folkwang-Hochschule und erreichte den Abschluss als Konzertpianist „mit Auszeichnung“. Seit dem Jahre 2000 ist er am Theater  Krefeld / Mönchengladbach als Solo-Pianist unter Vertrag. Er ist nicht nur Pianist sondern auch Komponist. Neben kammermusikalischen Werken hat er auch die Musik zu der in Krefeld aufgeführten Oper „Verlorene Kinder“ komponiert, in der es um das Flugzeugunglück in Überlingen geht, bei dem Kinder aus Andé Parfenovs Heimatort starben.

 

Die Geigerin Iuliana Münch studierte an der Musikhochschule Bukarest und absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik in Köln. Neben ihrer Orchestertätigkeit in der „Neuen Philharmonie Westfalen“ ist sie sowohl solistisch als auch kammermusikalisch tätig.

 

Beide Künstler haben ihre musikalischen Grundlagen in der strengen osteuropäischen Instrumentalausbildung gelegt und dann in Deutschland ihre Studien beendet. So ist ihre Harmonie im Duo auf eine gute Grundlage gestellt.

 

Der Abend wird eine Reise durch verschiedene Epochen der Musikgeschichte bieten. Das Spektrum der Musik im Konzert reicht vom Barock mit Corelli über die Klassik mit Mozart  zur Moderne mit Prokofjew und Andre Parfenov selbst wird mit eigenen Stücken die zeitgenössische Musik vertreten.

Karten zu dem Konzert gibt es für 15€ an den Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Einlass ist ab 16.30 Uhr

 
Jürgen Trittin Drucken E-Mail

Meinerzhagen. KUK hat einen weiteren herausragenden Referenten für die Reihe „KUK-Forum“  gewonnen. Am Montag, dem 29. September 2014 um 20 Uhr wird der Abgeordnete der Bundestagsfraktion von   Bündnis 90/DIE GRÜNEN aus seinem im September erscheinenden Buch „Stillstand made in Germany -  Ein anderes Land ist möglich“ in der Stadthalle Meinerzhagen lesen. Links reden, rechts wählen – eine deutsche Marotte?

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Konrad Beikircher „Das Beste aus 35 Jahren“ Drucken E-Mail

 

Donnerstag, 6.November 2014

20 Uhr in der Stadthalle Meinerzhagen

Konrad Beikircher - „Das Beste aus 35 Jahren“

Ein Jubiläumsprogramm für 2013 + 2014

 

Ich bin ja, verehrte Herrschaften, nicht unbedingt der Jubiläumstyp genauso wenig wie ich eine Archivnatur bin. Aber wenn’s denn mal ein schräges Jubiläum ist, bin ich dabei: Leinwandhochzeit heißt das, wenn eine Ehe 35 Jahre gehalten hat. Und genau so lange stehe ich auf der Bühne, genauer: seit dem 28.März 1978. Da war mein erster Abend und der war beim Stefan Roth in der Jazz-Galerie in Bonn. Ich habe Gedichte vom wunderbaren H.C. Artmann vertont und gesungen und ein paar Klassiker von Helmut Qualtinger vorgetragen. Der Abend hatte eiserne Regeln: 4 sets à 4o bis 5o Minuten, daraus wurden satte viereinhalb Stunden (!!), die Leute waren begeistert, ich war erschöpft und selten in meinem Leben so glücklich.

 
Julian & Roman Wasserfuhr - Quartett Drucken E-Mail

Sonntag, 9. November 2014

17 Uhr Historische Kornbrennerei Rönsahl

Julian & Roman Wasserfuhr  mit Quartett

CD Release Konzert "Running" Julian Wasserfuhr  -Trompete; Roman Wasserfuhr - Piano; Benjamin Garcia - Bass; Oliver Rehmann - Drums

Inzwischen sind die beiden Brüder deutsche und auch internationale Jazzgrößen:

Auf der Website der Gebrüder Wasserfuhr heisst es:

WDR – Aktuelle Stunde vom 25.12.2013

Es gibt nicht viele Jazzer in Deutschland, die eine goldene Schallplatte an der Wand hängen haben. Und von den wenigen, die es gibt, kommen nur zwei aus Hückeswagen: die Brüder Julian und Roman Wasserfuhr. In Jazz-Kreisen sind sie eine große Nummer – obwohl sie beide erst Mitte 20 sind. Roman spielt Klavier, Julian Trompete – und das seit Jahren hauptberuflich. Ihre neuestes Album “Running” ist ihre erste Platte, die sie auch selbst produziert haben.

„Das aus dem oberbergischen Dorf Hückeswagen stammende Brüderpaar ist, wenn nicht alles täuscht, bereits bei der spielerischen Weltklasse angekommen, würde man aktuelle Fußball-Metaphern bemühen.“

Thomas Lochte, Kulturwelle 5 (DE), 17. Oktober 2013

Eintritt 15 € ermäßigt 8 €

 

Interview mit Roman Wasserfuhr

 

Eure neue CD –„ Running“ fällt mit ihrer sanften Eindringlichkeit auf gibt es da eine Botschaft von euch?

Es ist uns sehr wichtig, dass bei unseren Kompositionen die Melodie im Vordergrund steht. Bei unseren CDs möchten wir, anders als beim Liveauftritt, den Song in den Vordergrund stellen. Im Idealfall behält man dann die Melodie und den Titel im Ohr.

Kommt ihr gerne nach Rönsahl?

Als Bergische Jungs kommen wir auch gerne nach Rönsahl, obwohl es schon ans Sauerland grenzt. Aber das lassen wir noch gelten.

Außerdem finden wir es spannend in dieser, für ein Konzert eigentlich ungewöhnlichen Location aufzutreten. Wir freuen uns sehr drauf!

 

Bei einigen Titeln auf der CD waren auch Streicher mit dabei. Wie war die Arbeit mit den Musikern die mehr Klassik als Jazz spielen?

Bei einigen Titeln hatten wir bereits beim Komponieren eine größere Besetzung im Kopf.

Deshalb sind auf unserer aktuellen CD Running auch mehrere Titel u.a. durch Streicher ergänzt. Logistisch ist es natürlich immer schwierig mit so einer großen Besetzung auf Tour zu gehen. Es ist einfach nur in größeren Konzerthäusern möglich.

In diesem und im nächsten Jahr werden wir aber wieder einige Konzerte mit diesem großen Ensemble spielen. Es macht einfach großen Spass.

 

Warum seid ihr mit euren Talenten gerade zum Jazz gekommen und nicht zur Klassik?

Das liegt im Grunde daran, dass unsere Eltern immer Jazz gehört haben und diese Musik auch gespielt haben. Erste praktische Erfahrungen mit dieser Musikrichtung haben wir dann in der Schul Big Band gesammelt. Später wurden dann diese Titel auch zu Hause im Duo geübt und das Real Book auseinander genommen. Als Julian dann zum ersten Mal eine CD von Chet Baker gehört hat, war ihm ganz klar, dass er keine andere Musik machen möchte.

Was waren die wichtigsten Stationen in eurer musikalischen Entwicklung?

Das ist schwer zu sagen, denn da gibt es viele. Angefangen von den ersten Anleitungen durch unseren Vater, über den klassischen Instrumentalunterricht, bis hin zum Musikstudium. Sicherlich zählt der Studienaufenthalt in Boston auch zu einem Highlight.

Aber auch viele Begegnungen mit wahnsinnig tollen Musikern waren sehr inspirierend.

Wenn ihr die Geschichte des Jazz betrachtet: Mit welchen Musikern hättet ihr am liebsten zusammengearbeitet? Warum?

Rückblickend auf die Geschichte ist das schwer zu sagen. Da gab es viele hervorragende Musiker, die wir gerne einmal kennen gelernt hätten. Ob Chet Baker oder aber auch Michel Petrucciani. Eigentlich ist es viel wichtiger sich mit der Gegenwart und Zukunft auseinander zu setzten, um noch mit möglichst vielen, guten Musikern zu spielen.

Trompete und Piano ergänzen sich m.E. ideal ? Woran liegt das?

Das liegt natürlich erst einmal in der Natur dieser Instrumente. Die Trompete ist ein solistisches Instrument, wobei das Klavier vornehmlich eine begleitende Funktion übernimmt. Das ergänzt sich natürlich hervorragend. Wir sind froh, dass unsere Eltern das damals so gelenkt haben. Schlecht vorstellbar was passiert wäre, wenn wir beide Horn o.ä. gelernt hätten.

Gibt es ein Konzert von dem ihr sagen würdet, das war bisher das größte?

 

Nein eigentlich nicht. Jedes Konzert ist besonders. Immer eine andere Location und ein anderes Publikum. Mal ein kleiner Jazzclub, mal ein Festival oder eine große Konzerthalle. Da ist es egal, ob man vor 200 Leuten oder vor 2000 Leuten spielt.

Es bleibt immer spannend und auch immer etwas ganz besonderes.

 

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 15 €, für Jugendliche ermäßigt 8 €, an der Abendkasse 17 € und ermäßigt 10 €

 

 
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